Hockey-Tigers auf großer Reise!!!
Es
war am Freitag, den 22.8.2003, so gegen 18 Uhr als die Hockey-Tigers Marina
Braun, Sandra Brigl, Josef Gabler, Florian Schweiger, Anja Braun und Christina
Döring sowie ihre Begleiter Walter Gabler und Fred Döring bei mir (Monika
Gabler) anriefen und meldeten, dass sie in einer Viertelstunde ankommen würden.
Ich war ja schon seit ca. 16 Uhr in Langenfeld und hatte schon ein paar
Vorbereitungen für "meine Kiddies" getroffen. Als der Bus vom SV
Schwaig dann vor der Turnhalle des Konrad-Adenauer-Gymnasiums ankam, wurden die
Hockey-Tigers von mir begrüßt und ich ging mit ihnen zur Anmeldung. Als
dann alle Probleme mit den T-Shirt Größen geklärt waren (sind die Kinder zu
klein oder die T-Shirts zu groß???), ging es auf zur Turnhalle am Fahlerweg, wo
sich der Zeltplatz befand. Dort hatte ich schon bei den Zelten der Düsseldorfer
Einradfahrer einen Platz für uns reserviert und dort wurden jetzt die Zelte
der Hockey-Tigers aufgeschlagen. Drei Stück, in denen wie folgt geschlafen
wurde:
Zelt
eins: Florian und Josef, Zelt zwei: Sandra, Marina und ich und in Zelt drei:
Anja und Chrissi (die zwei kleinsten im größten Zelt!!!) Die Herren wussten
anfangs noch nicht wo und wie sie schlafen wollten, am Ende jedoch entschied
sich Walter für Zelt eins und Fred für den Bus...
Nach
dem alles ausgeräumt und aufgebaut war, ging es wieder zurück zu den Hallen 1
und 2 und dort konnte man frei herumfahren und den Profis zugucken. Irgendwann
im Laufe des Abends tauchte dann auch unser letzter Mitreisender- Martin
Oblinger- auf, in Begleitung von Martin sen. und Waltraud. Sie waren selbst mit
dem Auto gefahren- sonst hätten wir auf der Rückfahrt nicht genug Platz gehabt-
und bauten ihr Zelt auch bei den unseren auf. Nun waren auch schon einige
Wettbewerbe aufgebaut und die Tigers versuchten sich im Langsamfahren
vorwärts und rückwärts, sowie im Ringriding. Bei letzterem geht es
darum, Ringe, die immer kleiner werden, auf einen Stock aufzuspießen, ohne
davor stehen zu bleiben (natürlich sitzt man auf dem Einrad). Dabei waren zwei
Hockey-Tigers besonders gut, nachdem der Florian als Aller erster alle
Ringe getroffen hatte, schaffte es auch die Sandra und die beiden waren
am Ende mit Abstand die Besten, das heißt, wir haben zwei Europameister
unter uns!!! Gratulation!!! Im Langsamfahren waren wir nicht ganz so
erfolgreich, obwohl sich Chrissi gar nicht so schlecht anstellte, aber die Kids
sind ja noch klein und haben noch viel Zeit zu lernen und zu gewinnen. Es wurde
dann noch ein bisschen geübt und einfach so herumgefahren. Um ca. halb 12
ging's zurück zum Zeltplatz, wo wir nach Dusche etc. müde in unsere Schlafsäcke
krochen.
Am
Samstag, 23.8., klingelte der Wecker um 7:00 Uhr und wir in Zelt zwei standen
allmählich auf und weckten die anderen. Verschlafen ging's zum Zähneputzen in
die Turnhalle am Zeltplatz, wo fast alle noch schliefen. Als dann endlich alle
Hockey-Tigers wach und fertig waren (so gegen zehn vor acht), machten wir uns
auf den Weg zum Frühstück an den Haupthallen. Man konnte wählen zwischen
Müsli, Rühreiern, Obst und Brötchen (oder wie man bei uns sagt: Semmeln) mit
Marmelade oder Nutella. Zu trinken gab's Kaffee, Tee (extra für mich, da ich
eigentlich nicht mehr reden konnte...) und Orangensaft. Nach einem sehr gutem
Frühstück wollte ich erkunden, wann und wo wir Hockey spielen durften, und so
kam ich direkt richtig zur Auslosung wer wo mit wem spielt. Ich durfte
für die Hockey-Tigers ziehen und so erfuhren wir, dass wir ab 13 Uhr in Halle 5
gegen Snoojo, Borken und Biblis spielen sollten. Danach, so gegen halb zehn,
war eine Begrüßung angesagt und alle Teilnehmer des Eurocycles
trafen sich in Halle 2. Nachdem das Wichtigste von den Organisatoren gesagt
worden war (unter anderem, dass 350 Teilnehmer registriert worden sind!!!)
wurden an alle Einradfahrer Wäscheklammern ausgeteilt und dann musste jeder
versuchen, den anderen die Wäscheklammern, die man an der Kleidung befestigen
musste, wegzunehmen. Das war eine ziemlich lustige Sache und einige
Hockey-Tigers stellten sich gar nicht so blöd an; außer, dass manche ihren
eigenen Vereinskollegen die Klammern wegnahmen... Nach diesem kleinen Willkommensspiel
wurde mit dem Hockey begonnen und da wir ja erst ab 13 Uhr dran waren,
haben wir noch anderen Mannschaften beim Hockey in Halle 2 zugesehen und sind
dann gegen 11 Uhr in Richtung Halle 5 aufgebrochen. Dort haben wir die 1.
Mannschaft aus Düsseldorf angefeuert und abgewartet. Als dann unser erstes Spiel-
gegen die Bibliser Hockey-Fighters- anstand, wurden wir doch etwas nervös, aber
sobald wir auf dem Spielfeld standen, fühlten wir uns wohl!!! Wir hielten uns
ganz gut und Sandra schaffte auch einen Gegentreffer und am Ende
stand es dann 3:1 für Biblis. Wir haben zwar nicht gewonnen, aber wir
waren mit dem Ergebnis doch zufrieden. Nach diesem Spiel mussten Josef
und ich Schiedsrichter machen und danach hatten wir erst mal Pause. Walter und
Fred waren aufgebrochen um uns mit Essen zu versorgen und kamen kurz darauf mit
viel leckerer Pizza wieder, gesponsert von Fred, VIELEN DANK!!! Frisch
gestärkt ging's auf ins nächste Spiel gegen Borken. Da war klar dass wir
verlieren würden, aber wir gaben unser Bestes und am Ende stand es 6:0.
(Für wen???) Nach einer kurzen Pause stand unser nächstes Spiel an und da muss
man sagen, dass wir nicht viele Ballkontakte hatten... Die Snoojos haben uns
eiskalt fertig gemacht und sich dabei überhaupt nicht angestrengt. Am Ende
stand auf dem Anzeigeplakat 10:0, aber ich bin mir nicht sicher, ob
nicht vielleicht einfach nach 10 Toren aufgehört wurde zu zählen... Aber
trotzdem hat den meisten das Spiel Spaß gemacht und das ist ja die Hauptsache.
Da nur die Besten beiden Mannschaften aus jeder Gruppe weiterkamen, und dazu
zählten wir freilich nicht, machten wir uns langsam wieder auf den Weg zu den
Haupthallen. Dort durften unsere Kids wieder machen was sie wollten, einige
versuchten auf verschiedenen Rädern (z.B. Twice) zu fahren, andere
beobachteten Spiele wie "Deserteure" gegen "Gallier" oder
Düsseldorf gegen LaHiMo.
Um
acht sollte, laut Plan, die Public Show beginnen, also machten wir
Mädchen uns zwischen halb und viertel vor acht auf, um gute Plätze zu
reservieren. Wir fanden auch sehr schöne, jedoch wurden wir irgendwann, wie alle
anderen auch, aus der Halle geschickt, damit alle die gleichen Chancen hätten,
oder so. Wir stellten uns also vor die Tür und nach ungefähr einer viertel
Stunde durften wir wieder rein und wir besetzten wieder dieselben Plätze. Gegen
neun Uhr fing die Show dann endlich an, jedoch war sie nicht so toll wie
erwartet... Erst ganz am Ende wurde es interessant und ich kann nur hoffen,
dass die Jungs das was Arne und Co machen nicht nachmachen!!! Als die Show dann
vorbei war, wurden von den Dänen in Halle 2 Spiele organisiert, wo der
Grossteil der Hockey-Tigers begeistert mitmachte. Nach und nach leerten sich
die Hallen, und auch die Tigers wurden weniger... Als erstes brachten die
Männer unsere Jüngste zum Zeltplatz, dann fuhren Anja und ich mit den Düsseldorfern
zurück und kurz drauf erschien auch der Rest - mit dem Auto abgeholt. Nach
Duschen und etwas Ratschen gingen alle in ihr Zelt und ich schätze um kurz nach
zwei schliefen wir.
Am
Sonntag klingelte der Wecker wieder um sieben, aber eigentlich war ich die
Einzige, die aufgestanden ist. Erst um halb acht standen die Nächsten langsam
auf und dadurch kamen wir etwas später als am Vortag zum Frühstück,
wodurch wir aber keinen Nachteil hatten, da wir wie am Tag zuvor dennoch so
ziemlich die Ersten waren. Diesmal gab es auch noch Käse und Wurst zum
Frühstück und es war wieder sehr gut. Wir beschlossen sofort nach dem Frühstück
zurück zum Zeltplatz zu fahren und dort abzubauen, da wir am Crossfahren und am
Basketball nicht teilnahmen (teilnehmen konnten...!) Als wir dann mittags
fertig wurden, fuhren wir mit allem was wir hatten zu den Haupthallen und
beobachteten dort die Basketballspiele sowie den Weit- und den
Hochsprung. Wir warteten auf das Hockey-Finale (Düsseldorf gegen Schweiz),
aber da sich das für unsere Herren zu lange rauszögerte, beschlossen diese so
gegen 15 Uhr abzufahren. Zwar waren wir dagegen, aber wir verstanden sie auch,
weil sie am Montag früh zur Arbeit mussten. Also verabschiedeten wir uns,
teilten uns auf (Josef fuhr mit Oblingers zurück) und fuhren ab. In den
ersten zwei Stunden der Fahrt schliefen alle mehr oder weniger und dann wurde
kurz zur Erfrischung an einer Tankstelle gestoppt. In Geiselwind suchten wir
dann den McDonald's auf und kurz vor Nürnberg erfuhren wir, dass die Schweiz
Europameister im Hockey ist und wir zwei Goldmedaillen fürs Ringriding gewonnen
hatten. Diese werden uns in den nächsten Tagen per Post erreichen und dank
Hans-Jürgen Theiß haben wir schon Fotos davon. Von Nürnberg bis nach Hause (das
ist schon noch ein Stückchen...) haben wir die ganze Zeit irgendwelche Lieder
gesungen und auch als wir in den Parkplatz vor der Turnhalle einfuhren, wo alle
schon auf uns warteten, sangen wir noch. Glücklich darüber, dass wir wieder (unverletzt)
daheim waren, trennten wir uns und alle mussten erst mal Ausschlafen!
Zum
Schluss möchte ich noch einigen Personen und Gruppen Danken:
-
zuerst natürlich mal unseren Begleitern Walter, Fred, Martin und Waltraud, für
die tolle Unterstützung, die Geduld mit uns und die Verpflegung
-
dann dem SV Schwaig für die Bereitstellung des Vereinsbusses
-
den Leuten aus Langenfeld für die gute Organisation
-
den Düsseldorfern, v.a. Familie Theiß, für Unterstützung, Hilfe, etc.
-
Hans-Jürgen Theiß für die schnelle Belieferung mit Bildmaterial nach Schwaig,
damit die Homepage immer aktuell ist
-
den Eltern der Hockey-Tigers für ihr Vertrauen
-
und natürlich den Hockey-Tigers selbst für ihr anständiges Benehmen, ihre
tatkräftige Unterstützung und überhaupt, dass sie mitgefahren sind und ihr
Bestes gegeben haben.
Danke!!!
Und
jetzt noch kurz Glückwünsche an Sandra Brigl und Florian Schweiger zu ihrem
Titel und an Martin sen., der es in zwei Tagen geschafft hat das
Einradfahren zu lernen! Wir werden seine Absicht, in vier Wochen von Vohburg
nach Schwaig zu fahren, beobachten!
Liebe
Hockey-Tigers,
macht
so weiter, lernt von der Kritik, die ich und andere an euch üben und übt, übt,
übt... bis nächstes Jahr in der Schweiz, falls wir da hinfahren!!!
Eure
Moni
P.S.:
Training lohnt sich immer! Nicht nur im Hinblick auf die nächste EM!
Eure
Jutta